IVD Mitte-Ost e.V.

Bundestag verabschiedet Änderungen im Geldwäschegesetz: Identifikation erfolgt erst bei ernsthaftem Kaufinteresse – was lange währt, wird endlich gut

 

Nach einigen Jahren, die von viel Unverständnis bei Kaufinteressenten geprägt war, ist nunmehr eine wichtige Änderung im Geldwäschegesetz im Bundestag beschlossen worden. Zukünftig muss der Immobilienmakler den Käufer erst identifizieren, wenn ein ernsthaftes Interesse am Kauf der Immobilie besteht. 

Die Verschiebung des Identifikationszeitpunktes ist angemessen und bedeutet weniger Bürokratie für beide Seiten. Von einem ernsthaften Kaufinteresse ist nach der Gesetzesbegründung spätestens dann auszugehen, wenn einer der Beteiligten von dem anderen den Kaufvertrag im Entwurf erhalten hat. Darüber hinaus kann ein ernsthaftes Interesse am Abschluss des Kaufvertrags angenommen werden, wenn der (voraussichtliche) Käufer mit dem (möglichen) Verkäufer oder dem Makler eine Reservierungsvereinbarung oder einen Vorvertrag abgeschlossen hat.

Seit Jahren unterstützen Immobilienmakler die Behörden bei ihrem Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Hierbei entstand allerdings auch ein hoher Verwaltungsaufwand, der wiederum auch zu Unmut bei Immobilieninteressierten führte. Denn bisher sieht das Geldwäschegesetz vor, dass Makler ihren Kunden bereits bei Begründung der Geschäftsbeziehung identifizieren müssen. Gemeint ist der Maklervertrag, der in der Regel schon vor der Besichtigung zustande kommt. Viele Interessenten wollen einfach erst einmal ausloten, ob das Objekt passen könnte. Dass dann gleich der Ausweis vorgelegt werden muss, stößt bei vielen auf Unverständnis. Dass das nun geändert wird, ist ein Erfolg unserer Gespräche mit der Politik und Finanzverwaltung.

Das Gesetz tritt voraussichtlich am 26. Juni 2017 in Kraft

 

Quelle: IVD Mitte

 

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